Keine neue Homepage mehr mit CAPTCHA

In den letzten Jahren sind die automatisierten Spam-Anfragen über Kontaktformulare immer häufiger geworden und nerven die Seitenbetreiber. Hier können CAPTCHAs eine wirkungsvolle Abhilfe schaffen. Sie sind jedoch wenig benutzerfreundlich, weshalb sie in Fachkreisen schon lange „out“ sind.

CAPTCHA CAPTCHAs („Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart“) sind kleine Grafiken, die in Formularen dazu dienen eine Bot-Eingabe (Robot – Softwareprogramm, welches automatisch Eintragungen in Formularen vornimmt) von einer menschlichen Eingabe zu unterscheiden. Schädliche und automatisierte Eingaben von Robots können herausgefiltert werden, da diese Programme i.d.R. die angezeigten CAPTCHAs (Grafiken) nicht lesen können. Ein Beispiel für die Verwendung eines CAPTCHAS finden Sie z.B. auf der Kontaktseite des Frisörmeisters Behrendt in Koblenz.

CAPTCHAs sind bis heute die wohl wirkungsvollste Art lästigen Spam auszuschließen – wenn man das günstige Verhältnis von Aufwand zu Effizienz betrachtet. Eine OCR Software zu schreiben, die ein gut entwickeltes CAPTCHA knacken kann ist sehr aufwändig und schwierig. Zudem haben auch Wrapper, die sich im Gegensatz zu Robots auf eine Seite einstellen können und aus Fehlern lernen, Schwierigkeiten mit den dargestellten Grafiken.

Der Nachteil con CAPTCHAs ist, dass sie klobig und umständlich in der Bedienung sind. Niemand hat wirklich Lust diese Bildchen zu interpretieren und abzutippen. Zudem schließen sie Benutzer mit Textbrowsern oder Screenreadern aus und sind damit nicht behindertengerecht bzw. barrierefrei. Es gibt andere gute Lösungsansätze, wie etwa Fallen für Robots in das Formular einzubauen, die einen Versuch wert sind. Einen endgültigen Schutz, z.B. vor einem Wrapper, können diese Lösungen jedoch nicht garantieren.

Weitere Informationen zum Thema CAPTCHA finden Sie bei Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/CAPTCHA. Andere Lösungsansätze gibt es z.B. hier.

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